Mediation

Wann sie hilft

  • Zwei Kolleg*innen können nicht mehr miteinander arbeiten und das ganze Team leidet darunter.
  • Zwischen Früh- und Spätdienst, zwischen Wohnbereichen oder Abteilungen ist die Stimmung vergiftet.
  • Das Team hat sich in Lager gespalten: Alt gegen Neu, Hauptamt gegen Ehrenamt, Bühne gegen Verwaltung.
  • Zwischen Leitung und Team ist das Vertrauen beschädigt.
  • Vorstand und Geschäftsführung ziehen nicht mehr an einem Strang.
  • Gespräche wurden schon geführt, aber jedes neue macht es eher schlimmer.

Was es leistet

In der Mediation sprechen die Beteiligten wieder miteinander, und zwar über das, worum es wirklich geht. Hinter festgefahrenen Positionen liegen fast immer nachvollziehbare Interessen: Anerkennung, Fairness, Sicherheit, Gestaltungsspielraum.

Werden sie ausgesprochen, entstehen Lösungen, auf die vorher niemand gekommen wäre. Am Ende steht eine konkrete Vereinbarung, die die Beteiligten selbst erarbeitet haben. Deshalb hält sie meist länger als jede Anweisung von oben.


Wenn nichts passiert

Unbearbeitete Konflikte bleiben selten auf der Stelle stehen. Aus einer Meinungsverschiedenheit wird ein Lagerdenken, aus Lagerdenken werden Unterstellungen, Bündnisse und offene Angriffe.

Je weiter ein Konflikt eskaliert, desto schwerer finden die Beteiligten allein heraus. Im Gegenteil: Sie rutschen immer tiefer hinein.

Spätestens wenn sich Menschen krankmelden, kündigen oder die Arbeit mit Bewohner*innen, Jugendlichen oder Publikum leidet, braucht es Unterstützung von außen.

Unser Vorgehen

  1. Vorgespräche: Ich spreche mit der Auftraggeberin und, wenn sinnvoll, mit allen Beteiligten einzeln. Wir klären Rahmen, Ablauf und Vertraulichkeit.
  2. Themen sammeln: Jede Seite schildert ihre Sicht. Wir halten fest, worüber gesprochen werden muss.
  3. Hintergründe verstehen: Wir arbeiten heraus, was den Beteiligten wirklich wichtig ist und was sie brauchen.
  4. Lösungen entwickeln: Gemeinsam entstehen Ideen, die geprüft und bewertet werden.
  5. Vereinbarung treffen: Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten.
  6. Nachgespräch: Nach einigen Wochen schauen wir, ob die Vereinbarung trägt.

Mein Versprechen

Auf diese Punkte können Sie sich in der Mediation verlassen:

  • Eigenverantwortung: Ich gebe keine Lösungen vor. Ich sorge dafür, dass Sie Ihre eigene finden.
  • Allparteilichkeit: Ich vertrete keine Seite, auch nicht die Seite der Auftraggeberin.
  • Vertraulichkeit: Inhalte aus der Mediation bleiben im Raum. Was nach außen gegeben wird, entscheiden die Beteiligten gemeinsam.
  • Freiwilligkeit: Alle Beteiligten entscheiden selbst, ob sie teilnehmen.

So entsteht der Raum für gemeinsame, tragfähige Lösungen.


Die Formate

Ich biete Ihnen diese Formate an:

  • Klärungsgespräch: ein moderiertes Gespräch für Konflikte, die noch nicht weit eskaliert sind.
  • Mediation zwischen zwei Personen: für Konflikte zwischen Kolleg*innen oder zwischen Leitung und Mitarbeitenden.
  • Teammediation: für Konflikte, die ein ganzes Team oder mehrere Gruppen betreffen.
  • Mediation in Gremien: für Spannungen zwischen Vorstand, Geschäftsführung, Leitungsteam oder künstlerischer und kaufmännischer Leitung.

Die Sitzungen finden in Konstanz, in Ihrem Unternehmen oder online statt.

Eine Mediation zwischen zwei Personen umfasst meist zwei bis vier Sitzungen von je zwei Stunden. Teammediationen finden oft an ein bis zwei Klärungstagen statt. Den genauen Umfang besprechen wir in der Sprechstunde.

Nur wenn sie Teil des Konflikts ist. Sonst ist sie Auftraggeberin und bleibt außen vor.

Das vereinbaren wir zu Beginn mit allen Beteiligten. In der Regel erhält die Auftraggeberin die Information, ob eine Vereinbarung zustande gekommen ist, aber keine Gesprächsinhalte.

Sind Sie Privatperson, kostet Sie eine Sitzung von 90 Minuten 120 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Für Firmen und Institutionen berechne ich 180 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro 90 Minuten. Für einen ganzen Tag berechne ich 1.080 Euro netto.

Das kommt vor und ist oft ein Zeichen dafür, wie verletzt jemand ist. In einem Einzelgespräch lässt sich häufig klären, was eine Teilnahme möglich machen würde. Zwingen lässt sich niemand, und das ist auch gut so.

Bei Gewalt, Belästigung oder Machtmissbrauch braucht es zuerst Schutz und klare Entscheidungen der Leitung. Auch wenn arbeitsrechtliche Schritte bereits laufen, ist eine Mediation oft nicht der passende Weg. In der Sprechstunde sage ich Ihnen offen, ob ich Mediation für sinnvoll halte, und wenn nicht, was stattdessen helfen könnte.

In der kostenlosen Sprechstunde schildern Sie mir in 30 Minuten Ihr Anliegen. Sie bekommen eine erste Einschätzung und wissen danach, welcher Weg sinnvoll ist. Unverbindlich und vertraulich.